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Überall wo wir sind

Film mit Publikumsgespräch

Mittwoch, 14. November 2018
19 Uhr
Kino-Center-Weißenburg
Nördliche Ringstraße 18
91781 Weißenburg
Eintritt: 5 €

Heiko, 29, ein lebensfroher Tanzlehrer aus Berlin, kämpft seit 7 Jahren mit einer tödlichen Krankheit. Als sich die Familie und seine Freunde daran gewöhnt haben, dass Heiko allen Prognosen zum Trotz einfach immer weiterlebt, kommt er zum Sterben nach Hause. Aber auch jetzt geben Heiko und vor allem sein Vater Jürgen die Hoffnung auf ein Wunder nicht auf und nähren diese täglich. Im Gegensatz dazu versucht seine Mutter Karin ihn auf den kommenden Tod vorzubereiten und ihrem Sohn von ihrer Nahtoderfahrung zu erzählen, findet aber nicht den passenden Moment.Denn Tag und Nacht drängen sich viele liebende Menschen um Heikos Bett, um die letzten Wochen in seiner Nähe zu verbringen, gemeinsam zu weinen und auch herzhaft zu lachen. Heikos Schwester fühlt sich zunächst von ihm ungeliebt, stürzt sich auf Organisatorisches und findet letztlich seine ganz besondere Nähe, während sein analytisch denkender bester Freund in Heikos Tod im buddhistischen Sinne „so etwas Ähnliches wie ein Geschenk“ zu sehen beginnt.

„Überall wo wir sind“ wurde bei der „Berlinale 2018“ mit dem Kompass-Perspektive-Preis 2018 als bester Film ausgezeichnet.
„Veronika Kaserer hat einen Film über Trauer gemacht, auch um uns daran zu erinnern, wie lebenswert das Leben ist. Mit erstaunlicher Nähe, unkonventioneller Montage und vielen überraschenden Momenten erzählt sie von den letzten Wochen und Tagen des 29-jährigen Berliner Tanzlehrers Heiko Lekutat und vor allem von seiner wunderbaren, großherzigen Familie. Tut uns der Film weh, weil uns das Leiden der Familie so nahe geht, oder leiden wir, weil wir die große Nähe zu den Trauernden als Grenzüberschreitung unserer eigenen Wohlfühlposition empfinden? Die Montage springt kontinuierlich zwischen „vor dem Tod“ und „nach dem Tod“ hin und her. Darf man den Prozess des Sterbens so zerreißen, um auf einer abstrakten Ebene den mentalen und emotionalen Prozess des Trauerns nachzuempfinden? Dass ein Film heftige Emotionen und Diskussionen auslöst, ist eine Qualität. Wir gratulieren der Regisseurin, Produzentin und Kamerafrau Veronika Kaserer. “ - Wortlaut aus der Jurybegründung.

Im Anschluss an den Film findet ein Publikumsgespräch mit der Regisseurin Veronika Kaserer oder Akteur*innen des Films (beides geplant, aber noch offen; bitte die Pressemeldung im Vorfeld beachten), Vertreter*innen des Hopizdienstes Altmühlfranken und der Trauerarbeit des Malteser-Hilfsdienstes statt.
In Kooperation mit dem Kino-Center-Weißenburg, dem Hospizdienst Altmühlfranken, der Trauerbegleitung des Malteser-Hilfsdienst und dem EBW-JAH e.V.

Direkter Kontakt:

KEB i. Lkr. Weißenburg-Gunzenhausen

Holzgasse 3

91781 Weißenburg

Tel.: 09141/858631

Fax.: 09141/858687

Mail: keb.weissenburg-gunzenhausen(at)bistum-eichstaett(dot)de