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Reichsbürger

Die unterschätzte Gefahr

Vortrag muss leider entfallen

Wegen des Bahnstreiks kann der Referent nicht anreisen. Der Vortrag muss leider entfallen.

Wir bitten um Ihr Verständnis. Es wird versucht, einen Ersatztermin zu organisieren.

Montag, 10. Dezember 2018
19 Uhr
Söller des
Gotischen Rathauses
91781 Weißenburg

Reichsbürger – die unterschätzte Gefahr

Lange Zeit wurden sie als „harmlose Spinner“ angesehen oder gehörten in die Kategorie der „notorischen Querulanten“ oder wurden als „Vielschreiber“ verharmlost. Ungefähr 13.000 Reichsbürger soll es in Deutschland geben. Es ist keine einheitliche Bewegung, die da in den Blick genommen wird.
Einig sind sie sich darin, dass sie die Bundesrepublik als Staat infrage stellen. Gesetze werden abgelehnt. Gerichtsvollzieher regelmäßig bedroht. Mit Vertreter des Rechtsstaates werden in der Regel persönliche oder schriftliche „Kleinkriege“ geführt. Die Meisten sogenannten Reichsbürger sind geradezu besessen von Verschwörungstheorien. Am bekanntesten ist sicher die „Chemtrail-Theorie“, bei der behauptet wird, dass die Kondensstreifen, die Flugzeuge am Himmel hinterlassen, in Wirklichkeit Chemikalien sind – über den Zweck dieser flächendeckenden Verteilung ist man sich allerdings in den Kreisen der Anhänger dieser Theorie uneinig.

Bei der Betrachtung der Szene hat man sich jahrelang getäuscht. Dass in dieser Bewegung auch gefährliches Potenzial steckt, ist spätestens seit den tödlichen Schüssen auf einen Polizisten in Georgensgmünd deutlich geworden. Immerhin ist bekannt, dass rund 700 „Reichsbürger“ legal eine oder mehrere Schusswaffen besitzen. Dreißig Stück waren es in dem Haus in Georgensgmünd.

Der Journalist und ausgewiesen Rechtsextremismus-Experte Andreas Speit hat zusammen mit Kollegen tief in dieser Bewegung gegraben und für sein aktuelles Buch „Reichsbürger – Die unterschätzte Gefahr“ recherchiert. Am 10. Dezember wird er in Weißenburg am Tag der Menschenrechte im Söller des Alten Rathauses davon erzählen. Die Zuhörer erfahren, welcher Tradition sich die „Reichsbürger“ verpflichtet fühlen, wie stark die Bezüge zu Rechtsextremismus und Antisemitismus sind und in welcher Beziehung diese Menschen zur AfD stehen.

Zur Person:
Andreas Speit (* 1966) ist ein in Hamburg lebender deutscher Journalist und Buchautor. Er hat sich auf die Themen Rechtsextremismus und Neonazismus in Deutschland spezialisiert.

Veranstalter: „Runder Tisch“ in Kooperation mit der KEB Weißenburg-Gunzenhausen e.V. und dem EBW-JAH Weißenburg e.V.

 

Direkter Kontakt:

KEB i. Lkr. Weißenburg-Gunzenhausen

Holzgasse 3

91781 Weißenburg

Tel.: 09141/858631

Fax.: 09141/858687

Mail: keb.weissenburg-gunzenhausen(at)bistum-eichstaett(dot)de