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“Die Entkultivierung des Bürgertums”

Vortrag von Andreas Speit zum Tag der Menschenrechte

Der Autor und Herausgeber Andreas Speit ist seit vielen Jahren ein ausgewiesener Experte rund um das Thema „Rechtsextremismus“ und „Rechtspopulismus“. In seinem neusten Buch „Die Entkultivierung des Bürgertums“ befasst er sich mit der Frage ob die liberale Gesellschaft ihrem Ende entgegen geht.

Am 10. Dezember wird er um 19.00 Uhr im alten Rathaus in Weißenburg zum Tag der Menschenrechte von seinem neusten Projekt erzählen.

Das sind keine Unbekannten und sie kommen nicht aus dem Nichts. Wir kennen sie, es sind Kollegen, Nachbarn und auch nahestehende Menschen. Bei einem können wir uns sicher sein, die sogenannte „Neue Rechte“ lebt in der Mitte der Gesellschaft und kommt aus der Mitte der Gesellschaft.

Was gestern noch unter dem Begriff „Rechtsextremismus“ am Rand unserer Gesellschaft stand und undenkbar schien, ist heute zu großen Teilen in unserer Mitte angekommen, kann gesagt werden, erntet Zustimmung und verzeichnet Erfolge.

Es vollzieht sich gerade eine „Entkultivierung des Bürgertums“, ein Teil der einstigen Mitte flieht ins Autoritäre.

Der Autor Andreas Speit fühlt einer Gesellschaft den Puls, in der sich politisch gewohnte Kategorien wie „Links“ und „Rechts“ immer mehr verwischen und undeutlicher werden. Er stellt unter anderem die Fragen: „Geht die liberale Gesellschaft ihrem Ende entgegen?“ und „Wenn das Unsagbare wieder sagbar geworden ist, ist das Ausdruck von Normalität oder die Wiederkehr von etwas, was wir glaubten, überwunden zu haben?“

Im Anschluss besteht, wie immer die Möglichkeit mit dem Autor ins Gespräch zu kommen.

Getragen und organisiert wird die Veranstaltung, vom „Runden Tisch zum Tag der Menschenrechte“, einem breiten Bündnis aus Kirche, Politik und Gesellschaft.

Dem Bündnis gehören der Landrat und der Oberbürgermeister, die christlichen Kirchen,

das Jugendzentrum, die Polizei, der Kreisjugendring, der Verein „So fremd?-So nah?“, das Evang. Jugendwerk im Dekanat Weißenburg, das „Landkreisbündnis gegen Rechts“ und der Deutsche Gewerkschaftsbund an.

Zur Person des Autors:

Andreas Speit (* 1966) ist ein in Hamburg lebender deutscher Journalist und Buchautor. Er hat sich auf die Themen Rechtsextremismus und Neonazismus in Deutschland spezialisiert.

Er ist Mitpreisträger des „Grimme Online Award 2008“ für das Zeit Online-Portal Störungsmelder, für das er seit 2007 die aktuellen Entwicklungen der Neuen Rechten und des Neonazismus in Deutschland analysiert, dokumentiert und kommentiert. Er hat außerdem für die Zeitungen Jungle World und Freitag gearbeitet sowie das politische Feuilleton von Deutschlandradio. Darüber hinaus schreibt er ehrenamtlich für verschiedene Projekte wie das u.a. von der Wochenzeitung Die Zeit initiierte Netz gegen Nazis sowie das Informationsportal Blick nach Rechts und das Magazin Der rechte Rand. Zusammen mit der Journalistin Andrea Röpke hat er als Autor und Herausgeber zahlreiche Bücher zu den Themen Rechtsextremismus und Neonazis veröffentlicht. Andreas Speit gehört in Deutschland zu den renommiertesten Experten für den Rechtsextremismus, der in zahlreichen Medien zitiert und interviewt sowie von Wissenschaftlern und anderen Fachautoren rezipiert wird. Quelle: Wikipedia.de

Direkter Kontakt:

KEB i. Lkr. Weißenburg-Gunzenhausen

Holzgasse 3

91781 Weißenburg

Tel.: 09141/858631

Fax.: 09141/858687

Mail: keb.weissenburg-gunzenhausen(at)bistum-eichstaett(dot)de